Nach dem erfolgreichen Besuch in der norwegischen Triangulum Stadt Stavanger im Mai (wir berichteten über den Besuch) wurden die Städte Leipzig, Prag und Sabadell diesen Monat in die Metropole Eindhoven in den Niederlanden eingeladen. Für die Stadt Leipzig reiste ein kleines Team mit VertreterInnen der Stadtverwaltung und der städtischen Tochterunternehmen an.

In Eindhoven konnte insbesondere das Projektgebiet Strijp-S (welches wir bereits kurz vorgestellt haben) beeindrucken. Als ein ehemaliges Industriegelände, welches heute durch intensive Umnutzung kreatives Zentrum, Wohnviertel und Heimat für innovative Unternehmen ist, erinnert Strijp-S stark an das Gelände der Leipziger Baumwollspinnerei – wenn auch in einer größeren Dimension. Mit Hilfe des EU-Projekts Triangulum konnte die Stadt Eindhoven bereits viele intelligente Maßnahmen auf dem Gelände realisieren. Insbesondere die umweltschonenden Maßnahmen im Bereich der Energiegewinnung sind überzeugend: Um das Gelände von Altlasten im Boden zu befreien, kommt ein System namens SANERGY zum Einsatz, welches neben der Reinigung des Bodens durch ein intelligentes Pumpensystem Erdwärme gewinnt und lokal zur Verfügung stellt. Die dabei gewonnene Wärme wird durch ein Biomasseheizkraftwerk ergänzt, welches das Viertel zusätzlich mit Fernwärme versorgt. Zudem sind die Häuser in Strijp-S mit Smart Grids (intelligent gesteuerten Stromnetzen) ausgestattet, welches den Hausbesitzern erlaubt, individuell über die Installation und Nutzung der Energie von Solarpanelen auf den Dächern der Häuser zu entscheiden.

Neben der inhaltlichen Auseinandersetzung mit lokalen Smart City-Lösungen bot der Aufenthalt in Eindhoven die Möglichkeit, sich mit den teilnehmenden Städten des Triangulum-Projekts über den allgemeinen Fortschritt des Projekts auszutauschen und aufkommende Probleme zu diskutieren. Erneut erwies sich dieser persönliche Kontakt und Informationsaustausch als sehr wertvoll, sodass mit Vorfreude das nächste und letzte Treffen in Manchester erwartet wird.